Gartenzeit | Magazin
01 | 2023
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Endlich ohne Sorgen in den Urlaub fahren

BEWÄSSERUNG Automatisierte Pflege der Pflanzen dank durchdachter Systeme

Vertrocknete Hecken, braune Rasenflächen und verwelkte Blumen: Für den Garten- und Balkonbesitzer gehört es zum Pflichtprogramm, die eigenen Pflanzen regelmäßig zu bewässern – besonders an heißen und trockenen Tagen. Und wenn man während des Urlaubs nicht zuhause weilt, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, alles automatisiert zu bewässern.

Genaue Dosierung spart Wasser und Geld

Wir sollten Wasser als kostbares Gut schätzen und schonen. Leider wird es auch hierzulande oft unüberlegt verschwendet. Durch die Montage von durchdachten Bewässerungsanlagen können Gartenbesitzer sowohl den Wasserverbrauch senken als auch bei der Abwesenheit im Urlaub den Komfort erhöhen. Eine automatische Bewässerungsanlage ist dabei eine attraktive Option auch für kleinere Gärten oder den Balkon. Dank der einfachen Anpassungsmöglichkeiten und der intelligenten Technik der aktuellen Produkte ist die Installation unkompliziert und kann teilweise – je nach System –  sogar mit einer Smartphone-App gesteuert werden. Eine ausreichende Stromversorgung ist bei einigen Geräten sogar über integrierte Solarmodule gesichert.Bunte Blumenkübel auf einem Balkon mit einem Steuergerät für die Wasserversorgung.

Oft ist nur ein Steuergerät sowie ein Wettersensor nötig, um die Wassermenge aus der Bewässerungsanlage immer genau zu dosieren. Und ein weiterer praktischer Vorteil: Wenn viel Regen gefallen ist , stellt sich die Beregnung automatisch ab. Dies spart den Hausbesitzern im Vergleich zum manuellen Gießen nicht nur kostbares Nass, sondern auch bares Geld. Außerdem wählt das System die Tageszeit mit der geringsten Verdunstung, um Wasserverluste zu minimieren.Automatische Bewässerungsanlage im Gartenbeet.

Um sicherzustellen, dass die automatische Bewässerungsanlage optimal an Grundstücksgröße, Bodenqualität und andere Gegebenheiten angepasst ist, sollten Planung und Installation dieser Anlagen gut durchdacht sein. Eine genaue Taktung der Wässerung ermöglicht es beispielsweise, die pralle Mittagssonne zu vermeiden. Wassertropfen können sonst die Sonnenstrahlung verstärken und die Pflanzen verbrennen. Besser geeigneter sind daher eher die Morgen- und Abendstunden für eine Bewässerung der Blumen und Stauden.

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Zimmerpflanzen benötigen ebenfalls regelmäßige Zufuhr an Nährstoffen

Für den Innenbereich haben die Hersteller auch spezielle automatische Bewässerungsanlagen im Angebot. Diese können dank verbindenden Schläuchen und einer integrierten selbstansaugenden Pumpe mehrere Pflanzen mit Wasser versorgen. Die Einstellung der Wassermenge erfolgt dabei vor dem Urlaub beispielsweise über eine Anpassung der Schlauchlänge.

Kostenintensiver sind sogenannte schlaue Blumentöpfe, die mit einem integrierten System für bis zu einem Monat für die Bewässerung der Pflanzen sorgen. Die Geräte bedienen sich dabei aus einem großen Vorratsbehälter im Doppelboden des Topfes und versorgen die Pflanzenerde dann schubweise über kleine Düsen mit dem wertvollen Nass.Buntes Gartenbeet mit automatischer Wasserversorgungsanlage.

Neben den aufwendigen und teureren automatischen Anlagen gibt es auch einfache Lösungen für Zimmerpflanzen oder den kleinen Stadtbalkon. Spezielles Pflanzgranulat ermöglicht zum Beispiel eine langsame Abgabe des enthaltenen Wassers und der damit verbundenen Nährstoffe an die Wurzeln der Pflanzen. Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass Zimmerpflanzen in ihrer Wachstumsphase kontinuierlich Flüssigkeit benötigen, die meisten von ihnen jedoch Staunässe nicht wirklich vertragen. Normale Pflanzenerde eignet sich daher nicht zum Speichern des Gießwassers. Denn die Erde kann das Wasser nur bedingt aufnehmen und die Wurzeln stehen dauerhaft auf nassem Untergrund. Das begünstigt die sogenannte Wurzelfäule, die der Pflanze schadet. Durch die Drainagewirkung eines spezielles Granulates hingegen können Zimmerpflanzen problemlos bis zu zehn Tage ohne Gießen überstehen.Automatische Bewässerungsanlange mit Timerfunktion und Rasenspränger.

Ein weiteres kostengünstiges Bewässerungssystem für Topfpflanzen ist ein Wasserspender für PET-Flaschen. Der wasserdurchlässige Deckel aus Keramik- oder Tonmaterial wird auf handelsübliche Plastikflaschen gedreht und gibt durch seine poröse Beschaffenheit konstant Wasser an die Pflanze ab. Diese günstige Lösung bewässert dann ganz ohne Technik und Elektronik automatisch die Pflanzen auf dem Balkon oder im Zimmer für einige Tage.

von Tjark Worthmann